German prewar TV (Letzte Aktualisierung: Freitag, 3. August 2012)



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Hier finden Sie Informationen zu Exponaten der Frühgeschichte des deutschen Fernsehens. Diese lokal und zeitlich begrenzte Thematik erlaubt nur einen kleinen Einblick in die Sammlungen, Museen und Archive (die wesentlich mehr zu bieten haben) und ersetzt keinesfalls einen Besuch. Verstehen Sie das Ganze als Appetithappen. Sehen Sie sich die Originale an. Es lohnt sich.

Empfänger aus der Anfangszeit des elektronischen Fernsehens von 1931 bis 1944, die bis heute in öffentlichen und privaten Sammlungen überlebt haben. Insgesamt sind ca. 60 Geräte bekannt, von denen über 40 in Wort und Bild auf diesen Seiten vorgestellt werden.
Firmen wie Telefunken, Fernseh AG , Lorenz, Loewe oder TeKaDe produzierten in den 30er Jahren verschiedenste Versuchsmodelle und Kleinserien. Schätzungen gehen von einigen hundert bis maximal 1600 Geräten in Deutschland aus. Das deutsche Fernsehen im Paris der 40er Jahre konnte auf ca. 1000-1200 Geräten empfangen werden. 200 davon stellten Firmen in deutschen Auftrag her.

Mechanische Fernseher mit Bildzerlegung durch Nipkowscheibe, Spiegelschraube, -rad oder -kranz markieren den Beginn der Fernsehentwicklung. Bis 1935 hielt sich die Mechanik auf der Empfängerseite und wurde danach durch elektronische Systeme abgelöst. Ca. 25 Geräte der Firmen TeKaDe, Karolus, Telehor, Telefunken sowie Eigenbaugeräte sind hier beschrieben. Sie können in Sammlungen in Deutschland und Österreich bestaunt werden.
Sogar Programmdienste für diese grobzeiligen Bilder wurden schon angeboten und Filme auf Mittelwelle übertragen.
Sehenswerte Stücke, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Fernsehkameras aus den Jahren 1936, 1939 und 1944 haben überlebt. Zwei Farnsworth-Kameras von 1936 befinden sich derzeit im Depot der Museumsstiftung Heusenstamm. Mit diesem Typ wurden u.a. die Olympischen Spiele von Berlin live übertragen.
Das Objektiv der legendären Telefunkenkamera selben Jahres, die auch während der Olympiade zum Einsatz kam, ist im Museum für Kommunikation in Berlin ausgestellt. Dieses Monstrum verlieh der Kamera damals den zweifelhaften Titel "Fernsehkanone". Die Kompaktkamera für militärische Zwecke, die aus einer zivilen Reportagekamera entwickelt wurde, gehört zum Berliner Technikmuseum und ist schon eher eine Fernsehkanone. Das Depot des Technikmuseums beherbergt auch eine Telefunkenkamera von 1939, entwickelt für die Olympischen Spiele in Helsinki.

Breitbandkabel zur Übertragung der Fernsehsignale durchzogen Ende der 30er Jahre ganz Deutschland, u.a. zu den Fernsehsendern (Berlin, Brocken, Feldberg), nach Hamburg, Berlin, Leipzig, Nürnberg, München, Frankfurt, Hannover, Köln und später auch Wien. Es blieb aber Flickwerk und wurde später teilweise zur Übertragung von Radarbildern genutzt. Zehn Kabelstückchen werden hier gezeigt.

Einige Bildröhren, die für Versuchs- und Demonstrationszwecke sowie industriell hergestellt wurden, können in Museen besichtigt werden. U.A. Röhren aus dem Laboratorium Lichterfelde von Manfred von Ardenne und der Fernseh AG werden vorgestellt. Bekannt ist weiterhin eine Telefunken Rechteckbildröhre für den Einheitsfernsehempfänger, die in Italien zu sehen ist.
Besonders interessant die Demonstrationsmodelle zur Veranschaulichung der magnetischen und statischen Ablenkung des Kathodenstrahls, ausgestellt in Berlin.

Ikonoskop, Sondenröhre, Orthikon, Fotozelle und Glimmlampe, die gläseren Innereien der Fernsehtechnik werden hauptsächlich in Berlin gezeigt (Technikmuseum und Museum für Kommunikation). Aber auch in München oder Nürnberg sind sie präsent.
Altbekannte, teilweise noch heute existierende Firmen wie Osram, AEG, Heimann, Pressler, Loewe oder Telefunken trugen ihren Teil dazu bei. Labormuster und Einzelstücke der Jahre 1928-1943, darunter viele aus der Sammlung des Reichspostmuseums, haben überlebt.

Orte der Fernsehgeschichte, hauptsächlich in Berlin, werden auf dieser Seite ebenfalls vorgestellt. Was ist heute noch da? Nicht nur der Funkturm sondern auch weitere Fernsehsender-Standorte wie Fernmeldeamt oder Amerikahaus sind sichtbare Zeichen längst vergangener Zeiten. Auch Studiogebäude von 1935 und 1938 sowie Forschungseinrichtungen (Reichspostzentralamt, Reichspostforschungsanstalt) sind steinerne Zeugen.

Kurzvorstellungen zu über 80 deutschen Fernsehempfängern inkl. technischer Daten finden Sie hier. Die Experimentierfreudigkeit kannte scheinbar keine Grenzen. Zusätzlich gibt es auf weiteren Seiten zahlreiche Hintergrundinformationen, u.a. zum Fernsehsprechdienst, den Fernsehsendern, den Funkausstellungen und dem Programm.



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